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Stromversorgung
Zum störungsfreien Betrieb eines Personalcomputers gehört eine gesicherte Stromversorgung. Die erfolgt entweder über ein internes oder externes Netzteil oder – bei mobilen Geräten – über einen Akku, der allerdings vorher über das Stromnetz aufzuladen ist. Zusätzlich sorgt eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) in

kritischen Bereichen wie z.B. Rechenzentren auch bei Störungen im Stromnetz für eine gesicherte Stromversorgung.

Netzteil
PC-Netzteile sind für die zentrale Stromversorgung eines Rechners zuständig. Sie generieren die für die Komponenten benötigten Spannungen von 12 V, 5 V und 3,3 V. Die Netzteile sind bei den stationären Geräten intern im Gehäuse eines Computers verbaut. Kompakte Geräte bzw. mobile Geräte wie Notebooks verfügen in der Regel über ein externes Netzteil.

Interne Netzteile sind meistens mit einem Lüfter ausgestattet, der neben dem Netzteil auch noch die Kühlung der im Gehäuse verbauten Komponenten ganz oder zumindest teilweise übernimmt. Allerdings gibt es auch passiv gekühlte Netzteile. Die Wärmeabfuhr erfolgt hierbei nicht über Lüfter, sondern auf anderem Wege, z.B. über Kühlrippen. Zu beachten ist dabei allerdings, dass zwar der Netzteil-Lüfter entfällt, Gehäuse-, GPU- oder Prozessorlüfter aber weiterhin erforderlich sind.

Wichtigste Qualitätsmerkmale eines PC-Netzteils sind die Nennleistung, der Geräuschpegel sowie die gesicherte Stromversorgung.

Der Geräuschpegel wird vom Netzteil-Lüfter bestimmt. Passiv gekühlte Netzteile arbeiten praktisch geräuschlos, wohingegen bei den aktiv gekühlten Geräten sich die Lüftergeräusche durchaus als störend erweisen können. Hier empfehlen sich Geräte mit einem ausgewiesen leisen Lüfter.

Die Nennleistung eines Netzteils wird in Watt angegeben und ist in der Regel deutlich sichtbar ausgewiesen. Die Nennleistung gibt die maximale Stromabgabe des Gerätes an. Bei den im Gehäuse eingebauten Netzteilen liegt sie aktuell zwischen 300 und 1250 Watt. Bei externen Netzteilen wie z.B. für Notebooks liegt die Nennleistung deutlich niedriger, in der Regel unter 100 Watt.

Die benötigte Nennleistung ist abhängig von den im Gerät verbauten Komponenten wie Mainboard, Festplatten, CPU, Grafikkarte, optische Laufwerke usw. Die Datenblätter der einzelnen Geräte geben über die jeweils benötigten Leistungen Auskunft. Zudem sollte noch eine gewisse Leistungsreserve für spätere Erweiterungen vorgehalten werden. Knapp dimensionierte Netzteile können zu Stabilitätsproblemen im Betrieb und damit letztendlich zu Datenverlusten führen.

Die Nennleistung des Netzteils sagt allerdings noch nichts über den tatsächlichen Stromverbrauch des Rechners aus.

Damit eine gesicherte Stromversorgung gewährleistet ist, sind Funktionen wie ein Kurzschlussschutz, Überspannungsschutz sowie Korrekturen des Leistungsfaktors gesetzlich vorgeschrieben.

Um die Anwender zu schützen, sind die Netzteile versiegelt und unterliegen einer Reihe von Normen, u.a. dem CE-Zeichen.

Wichtig für den Kauf eines geeigneten Netzteils ist der Formfaktor. Die Formate beschreiben eine Reihe von Eigenschaften, die einer Vereinheitlichung von Komponenten dienen: Außenabmessungen, Befestigungsmöglichkeiten, Steckerbelegungen und -abmessungen usw. Gängiges Format für PCs ist das ATX-Format. Es existieren allerdings noch weitere Formate. Daher ist beim Kauf eines Netzteils das Format zu beachten.

Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV)
Aufgabe einer USV ist es, bei Störungen im Stromnetz die Versorgung kritischer Bereiche sicherzustellen. Bei diesen Bereichen kann es sich z.B. um Krankenhäuser, Leitstellen, Rechenzentren usw. handeln.

Es ist sicherlich richtig, dass größere Stromausfälle in hiesigen Breiten relativ selten vorkommen. Unabhängig davon gibt es aus unterschiedlichen Gründen in den Stromnetzen häufiger Spannungsschwankungen. Diese wiederum können bei empfindlichen Geräten wie Computern zu Ausfällen oder im schlimmsten Falle zu Beschädigungen führen. Eine USV gleicht Störungen des Stromnetzes aus, indem sie angeschlossene Geräte gleichmäßig mit elektrischer Energie versorgt. Dazu sind die Geräte mit Akkus ausgestattet, die einerseits die Energie an die Geräte abgeben, andererseits aus dem lokalen Strom nachgeladen werden.

Auch bei totalem Stromausfall sind unterbrechungsfreie Stromversorgungen in der Lage, angeschlossenen Geräte eine gewisse Zeit mit Energie zu versorgen und damit beispielsweise eine geordnete Datensicherung sowie ein gesichertes Runterfahren zu gewährleisten. Die genaue Betriebsdauer einer USV hängt von der Leistungsfähigkeit (und damit auch vom Preis) sowie vom Umfang der entnommenen Energie ab. Daher sollte die Leistungsfähigkeit einer USV in einer Relation zu den angeschlossenen Geräten stehen.

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