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PC-Systeme
Vom Prinzip her ist ein PC (Abkürzung für: Personal Computer, englisch für „persönlicher“ oder „privater Computer“) ein Einzelplatzrechner, der – im Gegensatz zu einem Großrechner – von einer einzelnen Person (daher auch „persönlich“) bedient wird.

In Abgrenzung zu größeren Systemen wie Workstations oder Großrechnern sind PCs preisgünstig und damit auch für Privatpersonen erschwinglich. Der Aufgabenbereich eines PCs ist umfassend und reicht vom einfachen Heimcomputer über den Arbeitsplatzrechner bis hin zur leistungsfähigen Spielemaschine.

Aktuelle PCs sind üblicherweise mit folgenden Komponenten ausgestattet:

  • Gehäuse
  • einem Mainboard mit Schnittstellen
  • einem Netzteil
  • einem Hauptprozessor (CPU) einschließlich Prozessorkühler
  • dem Arbeitsspeicher (RAM)
  • einer Grafikkarte (entweder als Steckkarte oder integriert auf CPU oder Mainboard)
  • Festplattenlaufwerk oder SSD (Solid-State-Drive)
  • Optisches Laufwerk (Blu-ray oder DVD)
  • je nach System weitere Lüfter für Gehäuse und/oder Festplatten sowie weitere Steckkarten z.B. für Sound oder zum Anschluss weiterer Komponenten.

Peripheriegeräte wie Tatstatur, Maus, Monitor oder Drucker zählen streng genommen nicht zu den Systemkomponenten. Dabei handelt es sich entweder um Eingabegeräte (Tastatur, Maus) oder Ausgabegeräte (Monitor, Drucker). Auch die Software (Betriebssystem, Anwendungsprogramme) gehört nicht zu den Bauteilen eines PCs im engeren Sinne.

Die Geschichte der Personal Computer ist äußerst interessant, zeigt sie doch auch sehr deutlich die mangelnde Kreativität und Beweglichkeit einiger Branchengrößen auf. So konnten sich bis in die 1970er Jahre die Manager einschlägiger großer IT-Unternehmen wie IBM oder DEC überhaupt nicht vorstellen, dass es einen Markt für solche Geräte geben könnte. Noch 1977 soll DEC-Präsident Ken Olsen die These vertreten haben, dass er „sich keine Privatperson vorstellen könne, die einen solchen Computer haben wolle“.

Erst die Erfolge von branchenfremden Personen und Firmen wie Steve Wozniak (später Mitgründer von Apple) oder Commodore veranlassten den Computer-Giganten IBM zu eigenen Entwicklungen, die schließlich am 12. August 1981 in der Vorstellung des ersten IBM-PCs mündeten. Das Marketing für dieses Gerät war so erfolgreich, dass sich der Begriff „PC“ bis in die heutige Zeit etabliert hat und auch fest mit dem Namen „IBM“ verknüpft ist.

Allerdings verzichtete IBM bei der Entwicklung der Geräte weitestgehend auf Eigenentwicklungen, vielmehr griff das Unternehmen auf Bauteile anderer Hersteller zurück. So arbeitete in den IBM-PCs der 8088-Prozessor von Intel. Und auch bei der Auswahl des Betriebssystems entschied sich IBM für ein Produkt des jungen Unternehmens Microsoft. Man lizenzierte dort die Software und vertrieb sie unter dem Namen „PC-DOS“.

Obwohl die IBM-PCs der ersten Generation mit dem Intel-8088-Prozessor ausgerüstet waren, etablierte sich für die Technik dieses Gerätetyps die Bezeichnung „x86-Architektur“. Hintergrund ist, dass Intel bereits ein Jahr vor dem 8 Bit-Datenbus-Prozessor 8088 den leistungsfähigeren, weil mit einem 16 Bit-Datenbus ausgestattet, 8086 entwickelt hatte. Aktuelle und um ein vielfaches leistungsfähigere PCs basieren immer noch auf dieser x86-Architektur.

Microsoft selbst entwickelte das Betriebssystem weiter und bot es unter dem Namen „MS-DOS“ anderen Unternehmen an, wobei großen Wert auf Kompatibilität zum PC-DOS gelegt wurde. Da die Mitbewerber die Bauweise der IBM-PCs nachbildeten, setzte sich für diese Geräte die Bezeichnung „IBM-PC-kompatible-Computer“ durch.

Durch die Verwendung externer Komponenten erlangte IBM – mit Ausnahme des BIOS – keine weitergehenden Rechte an den Bauteilen. Daher kam bereits 1983 der erste IBM-PC-kompatible Rechner auf den Markt, dem rasch weitere Geräte (auch als „Clone“ oder „Klon“ bezeichnet) folgten. Der Wettbewerb führte letztlich zu sinkenden Preisen und rasanten Entwicklungsschritten und damit zu einer massiven Verbreitung der Geräte auch in privaten Haushalten.

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