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Tintenstrahldrucker
Für Verbraucher stellen sich Tintenstrahldrucker als sehr interessante Geräte dar: Sie sind vom Preis her attraktiv und bieten eine gute Druckqualität bei niedrigem Geräuschniveau.

Tintenstrahldrucker bringen im Gegensatz z.B. zu einem Typendrucker nicht den gesamten Buchstaben aufs Papier, sondern lediglich einzelne Punkte. Diese Punkte können beliebig angeordnet werden, so dass sich damit alle nur denkbaren Formen darstellen lassen. Damit das funktioniert, sind die Geräte mit einem Druckkopf ausgestattet. Der ist mit einer Anzahl von Düsen bestückt. Beim Druck werden aus den Düsen feine Tintentröpfchen auf das Papier geschleudert. Das Druckbild setzt sich also aus einer Summe einzelner Punkte zusammen.

Die Geschichte der Tintenstrahldrucker begann bereits in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. Durchsetzen konnten sich Geräte allerdings erst, nachdem in den 80-er Jahren die sogenannte „Drop-on-Demand-Technik“ entwickelt wurde. „Drop-on-Demand“ heißt so viel wie: Tropfen auf Anforderung, womit auch schon die Stärke dieses Verfahrens beschrieben ist. Erst diese Technik erlaubt ein gezieltes Versprühen einzelner Tintentropfen.

Im Rahmen dieser Technik haben sich zwei Druckverfahren durchsetzen können:

  • Beim von Canon entwickelten „Bubble-Jet-Verfahren“ (auch Thermotechnik genannt) wird die Tinte in einer Düse durch ein Heizelement erhitzt. Ein Teil der erhitzten Tinte bildet eine Dampfblase (Bubble), die wiederum den Tintenrest durch eine Düse auf das Papier schleudert. Mit diesem Verfahren arbeitet u.a. die gleichnamige Druckerfamilie der Fa. Canon sowie die DeskJet-Drucker von HP.
  • Bei der von Epson entwickelten „Piezo-Technik“ sind die Tintenkammern von einem Piezo-Kristall umgeben. Durch einen Stromstoß verändert das Piezo-Element seine Größe, es drückt die flexiblen Tintenkammern zusammen, so dass ein Tintentropfen durch die Düse auf das Papier getrieben wird.
    Die Frage, welche der beiden Techniker die bessere sei, ist inzwischen müßig. Beide Verfahren sind ausgereift. Hierzu hat ganz entscheidend die Weiterentwicklung der Tintenmischungen beigetragen. Diese sind inzwischen so ausgereift und haben so kurze Trockenzeiten, dass auch die empfindlichen Düsen und Tintenkanäle der Drucker nicht mehr verkleben.

Tintenstrahldrucker erzeugen ein feines Druckbild, so dass die bei früheren Geräten typische Treppchenwirkung praktisch nicht mehr vorhanden ist. Zudem verrichten sie ihre Arbeit recht leise, da sie ohne Anschlag arbeiten. Ein weiterer Pluspunkt liegt in der hohen Druckgeschwindigkeit.

Erheblichen Einfluss auf die Qualität des Ausdrucks bei Tintenstrahldruckern hat das benutzte Papier. Für die übliche Geschäftskorrespondenz reicht sicherlich normales Schreibmaschinen- oder Kopierpapier. Ein von der Druckqualität her anspruchsvoller Ausdruck erfordert in jedem Fall Spezialpapier.

Aktuell werden Drucker meistens als sog. Multifunktionsdrucker (auch „All-in-One-Geräte“ genannt) verkauft. Die vereinen die Funktionen von mehreren Geräten in nur einem Gehäuse. Das bedeutet, dass sie neben den klassischen Druckerfunktionen in Farbe oder Monochrom auch noch über die Funktionen eines Scanners und eines Fotokopierers, teilweise auch die eines Fax-Gerätes, verfügen.

Bringen die klassischen Tintenstrahldrucker noch Zeichen für Zeichen und Zeile für Zeile des zu druckenden Dokuments auf das Papier, so entwickelt sich eine neue Generation von Geräten zu sog. „Seitendruckern“. Bei dieser Technologie, die auch als „Memjet-Technologie“ bezeichnet wird und auf Canons-Bubble-Jet Technik basiert, saust der Druckkopf nicht wie bei anderen Modellen üblich in horizontaler Richtung über das Papier, um die entsprechenden Zeichen zu setzen. Vielmehr ist der Memjet-Druckkopf so breit wie das zu bedruckende Material, bei einem DIN A4-Drucker als so breit wie eine DIN A4-Seite, und mit einer entsprechenden Anzahl von Düsen (bei DIN A4 bis zu 70.000) ausgestattet. Dadurch bringt das Gerät jeweils eine komplette Zeile aufs Papier; der Druckkopf bewegt sich nur noch vertikal. Die Folge ist eine um ein vielfaches höhere Druckgeschwindigkeit als bei herkömmlichen Geräten. Bis zu 60 Seiten pro Minute sollen mit dieser Technik möglich sein.

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