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Laser- und LED-Drucker
Die Technik eines Laserdruckers weist sehr viel Ähnlichkeit mit der von Fotokopiergeräten auf. Damit der Ausdruck bei einem Laserdrucker auch korrekt funktioniert,

benötigt das Gerät Rasterdaten. Daher werden die Daten, die vom PC zum Drucker geschickt haben, zunächst in einem speziellen RIP-Prozessor (RIP steht für: Raster Image Processor, zu Deutsch: Rastergrafikprozessor) des Laserdruckers aufbereitet und im Arbeitsspeicher des Laserdruckers abgelegt. Insofern arbeitet der Drucker wie ein PC.

Um besonders preisgünstige Geräte anbieten zu können, verzichten manche Hersteller auf den Einbau eines eigenen Prozessors. In diesem Falle werden die Daten bereits vom ansteuernden Computer aufbereitet. Für die korrekte Funktion des Druckers sorgt ein auf das jeweilige Betriebssystem abgestimmter Druckertreiber. Somit besteht die Gefahr, dass beim Wechsel des Betriebssystems der Drucker mangels geeignetem Gerätetreiber nicht korrekt angesteuert werden kann. Drucker, die die Infrastruktur des Computers zur Datenaufbereitung nutzen, werden auch als „GDI-Drucker“ bezeichnet (GDI steht für: Graphics Device Interface, zu Deutsch: Grafik-Geräteschnittstelle).

Sobald der Drucker alle Informationen für eine komplette DIN A4-Seite empfangen hat, überträgt ein Laserstrahl diese auf eine sich drehende und statisch aufgeladene Bildtrommel. Dort, wo der Laserstrahl auf die Bildtrommel trifft, entlädt sich die Trommel. Als nächstes wird feinkörniger Toner dünn auf die Trommel aufgetragen. Der ist negativ aufgeladen und bleibt dadurch an den Stellen der Bildtrommel, die entladen wurden, haften. Die noch aufgeladenen Bereiche der Trommel stoßen den Toner dagegen ab.
Um die vom Computer übersandten Informationen auch zu Papier zu bringen, zieht der Drucker ein Blatt aus einem Vorratsbehälter ein. Das wird ebenfalls aufgeladen und an der Bildtrommel vorbeigeführt. Dabei wird der Toner von der Bildtrommel auf das Papier übertragen. Damit er von dort nicht wieder runterrieselt, wird er anschließend durch Hitze festgebacken. Technisch heißt das „fixieren“. Danach legt der Drucker das Papier in einem Ausgabefach ab.

Wegen des kompletten Seitenaufbaus vor der Druckausgabe werden Laser- und LED-Drucker auch „Seitendrucker“ genannt, wohingegen Tintenstrahldrucker „Zeilendrucker“ sind.

LED-Drucker arbeiten ähnlich wie Laserdrucker, wobei an die Stelle der Lasereinheit eine mit LEDs bestückte Zeile tritt. Für jeden Druckpunkt ist eine Diode zuständig. LED ist die Abkürzung für: Light Emitting Diode, zu Deutsch: Leuchtdiode. Diese Technik erlaubt einen einfacheren, aber robusten Druckeraufbau und als Folge davon einen günstigeren Preis. Kleiner Nachteil: Mit dieser Technik sind nicht ganz so hohe Auflösungen wie bei Laserdruckern möglich.

Mit Laser- und LED-Druckern lassen sich hervorragende Druckbilder erzielen. Entscheidend dafür ist die maximale Auflösung. Diese wird jeweils in „dpi“ angegeben (dpi steht für: dots per inch, Punkte pro Zoll). Je höher dieser Wert ist, umso besser ist die erzielbare Druckqualität, wobei allerdings ab einer gewissen dpi-Zahl mit dem bloßen Auge praktisch keine Unterschiede im Ausdruck auszumachen sind. Zudem rüsten Hersteller ihre Geräte mit speziellen Kantenglättungsverfahren aus, so dass störende Treppeneffekte völlig verschwinden.

Neben der Druckqualität überzeugen Laserdrucker auch durch eine hohe Druckgeschwindigkeit. Allerdings sind die von den Herstellern angegebenen Werte in der Regel Laborwerte, sind also mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. Im praktischen Gebrauch liegen die Ergebnisse deutlich unter diesen Angaben. Insbesondere der Aufbau komplexer Grafiken kann auch einen Laserdrucker eine gewisse Zeit blockieren. Andererseits liegt das Tempo der Druckausgabe immer noch über anderen Druckerarten.

Eine Reihe von Faktoren beeinflusst den Preis von Lasern- bzw. LED-Druckern:

  • Die maximal erreichbare Auflösung.
  • Die Druckgeschwindigkeit. Die technischen Anforderungen an so genannte 40-Seiten-Geräte, die auch in einem Netzwerk eine gute Figur machen, sind deutlich höher als die an ein 10-Seiten-Druckwerk.
  • Hochpreisige Drucker sind PostScript-fähig. PostScript ist eine von der Fa. Adobe entwickelte Seitenbeschreibungssprache, die sich zum Standard für die Satz- und Druck-industrie gemausert hat. Vereinfacht gesagt wird der Inhalt einer Druckseite durch PostScript-Befehle festgelegt. Stärke von PostScript sind z. B. freiskalierbare Zeichen. Um die Fähigkeiten von PostScript nutzen zu können, ist z. B. ein PostScript-fähiger Drucker erforderlich. Die Bedeutung von PostScript ist sicherlich seit der Entwicklung der Seitenbeschreibungssprache „True Type“ zurückgegangen, im professionellen Druckbereich jedoch nach wie vor Standard.
  • Teurere Laserdrucker sind mit einem größeren Druckerspeicher ausgestattet. Für den Ausdruck von Textdateien oder gelegentlich von kleineren Grafiken reicht die Standardbestückung aus. Im Bereich der hochwertigen Grafik- oder Bildbearbeitung ist eine hohe Speicherbestückung zwingend.
  • Teurere Druckermodelle verfügen über mehrere Schnittstellen, z.B. für die Ansteuerung über ein Netzwerk. Zudem unterstützen sie eine größere Anzahl von Betriebssystemen.
  • Auch eine Funktion für einen automatischen doppelseitigen Druck beeinflusst den Preis.

Zunehmend tauchen auch bei den Laser- und LED-Druckern farbdruckfähige Varianten auf. Grundsätzlich funktionieren diese Geräte genau wie herkömmliche Drucker, wobei für jede Farbe ein Druckwerk bereit steht. Überspitzt ausgedrückt, sind in einem Farblaserdrucker vier Einzelgeräte vereint, nämlich für jede Farbe eins.

Aktuell werden Laser- bzw. LED-Drucker häufig auch als sog. Multifunktionsdrucker (auch „All-in-One-Geräte“ genannt) angeboten. Die vereinen die Funktionen von mehreren Geräten in nur einem Gehäuse. Das bedeutet, dass sie neben den klassischen Druckerfunktionen in Farbe oder Monochrom auch noch über die Funktionen eines Scanners und eines Fotokopierers, teilweise auch die eines Fax-Gerätes, verfügen.

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