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Digitalkameras
Einfach gesagt, handelt es sich bei Digitalkameras um Kameras, die als Aufnahmemedium anstatt eines Films einen elektronischen Bildwandler (Bildsensor) und ein digitales Speichermedium enthalten. Basis dieser Technik ist die Videotechnik.

Die Geschichte der Digitalkamera beginnt bereits 1963 mit der Erfindung der Videodisk-Kamera. Sie gilt trotz aller Unzulänglichkeiten (die Bilder konnten nur für wenige Minuten gespeichert werden) als die erste Kamera, die Standbilder elektronisch speichern konnte.

Ab 1968 war es dann möglich, optische Bilder dank des Einsatzes von Halbleiterbauelementen aufzunehmen und vor allen Dingen aufzubewahren. Der nächste wichtige Entwicklungsschritt und gleichzeitig der technische Durchbruch zur digitalen Fotografie folgte schließlich im Jahre 1969 mit der Erfindung des CCD (Charge-Coupled Device, ladungsgekoppeltes Bauteil). Dabei handelt es sich um einen lichtempfindlichen Chip zur kurzzeitigen Speicherung von Bildern. Kommerziell erhältlich waren CCDs aber erst ab 1973, zunächst in einer Auflösung von lediglich 100×100 Pixel, was 0,01 Megapixel ergab. 1976 kam schließlich auf Basis dieser Technik die erste „echte“ Digitalkamera in den Handel.

Es dauerte noch geraume Zeit, bis dann ab Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts Digitalkameras im größeren Stil eingesetzt wurden, zunächst vorwiegend von professionellen Fotografen im Bereich der Studio-, Mode- und Werbefotografie. Ab Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts fanden die Geräte dann zunehmend im Bereich der Bildreportage Verwendung. Der nächste Schritt erfolgte 2002 mit der ersten Vorstellung einer digitalen Spiegelreflexkamera mit einem Sensor in voller Kleinbildgröße.

Auch im privaten Anwenderbereich setzten sich die Digitalkameras durch. Dank eines rapide fallenden Preisniveaus verbuchen sie seit etwa 2003 höhere Verkaufszahlen als die bekannten analogen Kameras. Das führte dazu, dass eine Reihe namhafter Hersteller inzwischen die Produktion analoger Modelle ganz eingestellt oder aber zumindest stark reduziert hat.

Die dynamischen Entwicklungen im Bereich der Computertechnologie wirken sich unmittelbar auch auf die digitale Fotografie aus, erkennbar beispielweise an der Steigerung der Bildauflösung sowie der Miniaturisierung der Kameramodelle.

Im Jahr 2000 erschien die erste Kamera im nichtprofessionellen Bereich mit einer Bildauflösung von vier Megapixel auf dem Markt. Inzwischen werden Modelle mit 20 Millionen Pixel und mehr angeboten. Allerdings: Die Pixelzahl alleine sagt nichts über die Bildqualität aus. Kritiker weisen zu Recht darauf hin, dass die Erhöhung der Pixelzahl nicht zwingend zu einer Qualitätsverbesserung der Bilder führt.

Verbesserungen gab es auch im Bereich der optischen Brennweiten. Modelle mit einem 20fach Zoom oder mehr sind selbst im Consumer-Bereich keine Seltenheit. Und auch Filmaufnahmen in HD-Qualität sind bei vielen Geräten möglich.

Entscheidend für die Auswahl eines bestimmten Modells oder Kameratyps sollten jedoch die persönlichen Ansprüche sein. Hobbyfotografen, die nur gelegentlich zur Kamera greifen und sich nicht durch größeres Kameragewicht oder äußere Abmessungen belasten wollen, sollten zu kompakteren Modellen greifen. Ambitionierte Menschen hingegen werden eine Spiegelreflexkamera oder zumindest eine Systemkamera (Kamera für Wechselobjektive) bevorzugen.

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